Striche
Michela Ghisetti ∙ Stefan Zsaitsits
Eröffnung: Dienstag, 9. Mai 2017
Einführende Worte spricht Elsy Lahner, Kuratorin Albertina, um 19 Uhr

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Michela Ghisetti

Michela Ghisetti, aus Bergamo stammende und nun schon viele Jahre in Wien ansässige Künstlerin, ist vielen Kunstfreunden aufgrund ihrer beeindruckend naturalistischen Porträts und fotorealistisch anmutenden Zeichnungen bekannt. Bestimmt irritiert es manche Kenner, dass gerade sie sich in letzter Zeit extrem zu verändern schien, sich nun auch farbenprächtigen, teils völlig abstrakt anmutenden Sujets widmet.
Doch lässt man sich auf diese neueren Arbeiten ein, so entdeckt man sofort die ihr eigene Liebe zum Detail: Ihr Blick bleibt vertraut präzise, die gewählte Technik letztendlich ausgefeilt. Dabei erschließt sie sich nun jedoch lustvoll forschend künstlerisch neues Terrain und nimmt sich vor allem spürbar eines: Freiheit! Viel Freiheit!
Und genau diese sicht- und fühlbare Freiheit zeigt sich: sei es im großzügigeren Duktus, in beeindruckend expressiven Farbexplosionen, im fast zerstörerischen Bearbeiten mancher Papiere, generell im bewussten sich von Farben, Formen inspirieren, leiten lassen. Eine kürzlich unternommene Marokkoreise fließt hier ebenso ein wie andere biografische Details, vieles mutet choreographisch rhythmisiert an, atmet Lebensfreude und Energie, anderes wird bewusst reduziert und monochrom gehalten. …
( Text: Alexandra Grubeck)

In folgenden Sammlungen vertreten:

Albertina, Wien, 
Angerlehner Museum, Wels
Urban Sammlung, Waidhofen
, BMUKK, Wien
Stadt Wien, Sammlung Strabag, Wien

Stefan Zsaitsits

Stefan Zsaitsits, geboren 1981 in Hainburg an der Donau, konzentrierte sich nach seinem Studium an der Universität für angewandte Kunst vor allem auf das eher gemiedene Spezialfach der Handgrafik. Mit hohem Qualitätsanspruch an sich selbst gelang es ihm früh, große Aufmerksamkeit zu erlangen, eine Fan-Gemeinde um sich zu bilden, die weit über die Grenzen Österreichs hinausgeht und dabei auch die Anerkennung der Experten zu gewinnen. Sein einzigartiges Werk überzeugt vor allem durch Authentizität, seine phantastisch-findige Strichkunst und einen gelungenen Spannungsaufbau zwischen Dichte und Deutungsfülle auf der einen sowie Reduktion und Klarheit auf der anderen Seite. In der jüngsten Serie seiner Häuser wird die Architektur zur Spielbühne seiner Zeichenkunst. Surreale Elemente vermischen sich mit den vorhandenen Bauelementen.

In folgenden Sammlungen u.a. vertreten:
Albertina Wien, Lentos Kunstmuseum, Landesmuseum Niederösterreich, 
Museum Angerlehner, Landesmuseum Burgenland, Artothek NÖ