Schwerelos
11. 02. – 21.03. 2015

Michela GhisettiMichael KosEdgar Leissing und Adam de Neige

Die Ausstellung SCHWERELOS zeigt vier verschiedene Künstler mit aktuellen Arbeiten in Bereich Skulptur, Objekt, Malerei, Grafik und Fotografie.

Feminin aber nicht feministisch, offen und zugleich geheimnisvoll, spontan aber auch meditativ, autobiografisch aber auch archetypisch führt Michela Ghisetti einen Dialog mit der Welt. Ghisetti geht in Ihrem Arbeitsprozess tiefen Empfindungen nach, entwickelt in dieser Intimität Ideen und gibt ihnen eine reale, surreale oder symbolische Form. Die gezeigten Werke gruppieren sich in Collagen, welche mit feinster Bleistiftzeichnung kombiniert sind und einem abstrakten malerischen Werkzyklus, die sogenannten “Emotional lights“. Mehrere aufeinander abgestimmte Farbtafeln in lasierenden Tönen, welche die Holzmaserung des Bildträgers als abstraktes Muster miteinbeziehen.Weiters präsentieren wir  von dem Vorarlberger Künstler Edgar Leissing eine Auswahl aus seiner Fotoserie „ErinnerungsGebäude“. Es handelt sich hierbei um selbst angefertigte Schnappschüsse – von den verschiedensten Orten innerhalb und außerhalb Europas – welche er zu Collagen zusammengefügt und auf der digitalen Bildbearbeitungsfläche zu Architekturen aufgebaut hat. Ausgangsmaterial sind Fotos aus den unterschiedlichsten Perspektiven, von unten, von oben, ganz nah dran und aus großer Entfernung.

Der Werkblock Surrogate und Mappings von Michael Kos umfasst Arbeiten, welche zwischen den Gattungen von Bild und Objekt anzusiedeln sind. Er selbst beschreibt die Arbeiten als geschlichtete Malerei. Mappings – Landkarten auf Kartonstreifen in Alurahmen geschlichtet  – sind körperhafte, skulpturale Objekte, die auf der Verarbeitung realer Alltagsmaterialien zu geometrisch-abstrakten Farb- und Formstrukturen beruhen.

Erstmalig zeigt die Galerie Gans Ölbilder und Skulpturen des Künstlers Adam de Neige, der mit seinen Arbeiten Wahrnehmung und Verständnis von Detail und Ensemble bei den Betrachtern erweitern will. Die Szenen seiner Ölbilder sind fragmentarisch. Dieses “Bereits“ und “Noch Nicht“ hält sich außerhalb eines zeitlichen Rahmens auf. Die Skulptur “indoor landscape“ besteht aus Händen die einen 3 Meter Stahlstab halten. Die losgelösten monochromen Körperteile in Balance stehend zu diesem langen horizontalen Stab geben dem Kunstwerk eine entrückte Dimension. In einem konstruktivistischen Ansatz werden die Kunstwerke als Informationsmenge gesehen, die wahrgenommen, interpretiert und Objekt von Spekulationen wird. Der Mangel an Informationen, die auf Schwarz-Weiß-Stufen – und damit auf eine binäre Form – reduziert sind, evoziert die Verbindung von Erwartetem und Erfahrenem.

Ausstellungsdauer: 11. Februar – 21. März 2015