Martin Praska

Martin Praska

Deutschland

Wie soll man malen? Was soll man malen? Warum malt man überhaupt? Ich selber male, um etwas Neues Ungesehenes zu schaffen, das gleichzeitig an Bekanntes, Allzubekanntes erinnert. Ich zitiere gerne Werke bekannter Meister, um mich an ihnen festzuhalten, um auf die Schultern von Riesen zu steigen und dann einen kleinen Hüpfer zu wagen, möglichst ohne auf dem Bauch zu landen. Die Kunst ernährt sich von sich selbst. Originalität ist zwar gewünscht aber bis zu einem gewissen Grad nur eine Illusion. Wie alles. Wie die Farbe selbst, die eine reine Erfindung unseres Gehirns ist. Alles, was wir tun können, sind Variationen von Vorhandenem. Neu Abgemischtes, Coverversionen, Neuinterpretationen, um es in der Sprache der Musikproduktion zu formulieren. Das eigentliche Ziel ist immer ein gelungenes Stück, das vorher so noch nicht da war. Keine Ideologie, keine Sozialkritik, keine Larmoyanz über den Zustand der Welt will ich in den Bildern. Ich will eine Befreiung von all dem, kurz gesagt Katharsis. Es gibt dazu keinen anderen Weg als über die Sinnlichkeit. Das ist eine Gratwanderung zwischen Begehrlichkeit und Kontemplation. In dieser Ambivalenz liegt die Kunst. Und damit wirkt sie gegen Totalitarismus und Fanatismus. Weil sie sich der Eindeutigkeit entzieht. Wir brauchen keine Kunst mit einer Message. Die Kunst selbst ist die Message.

27. 05. 22 Martin Praska

Artworks

Bauer sucht Frau, 2022
Öl auf Leinwand
70 x 60 cm

Bungalow Bill (n. Joseph Praska), 2022
Öl auf Leinwand
80 x 70 cm

Das Mädchen mit dem Goldohrring, 2022
Öl auf Leinwand
70 x 60 cm

Nierentisch, 2021
Öl auf Leinwand
120 x 100 cm

Schiele popped up XV, 2022
Öl auf Leinwand
120 x 100 cm

The Age of Aquarius (n. Delacroix), 2022
Öl auf Leinwand
120 x 100 cm

Spätrenaissance (nach Veronese), 2022
Öl auf Leinwand
120 x 105 cm

Out of the Dark (n. Caravaggio), 2022
Öl auf Leinwand
145 x 120 cm

Kleopatra ohne Schlange (n. Cagnacci), 2022
Öl auf Leinwand
100 x 90 cm

Rossini, 2022
Öl auf Leinwand
70 x 80 cm

Ein Schloss am Wörthersee (n. Dürer), 2022
Öl auf Leinwand
160 x 200 cm

Parabel nach Dürer
Acryl u. Öl auf Segeltuch, 2020
160 x 200 cm

The secret left behind
Öl auf Leinwand, 2019
160 x 200 cm

Never underestimate the Grey, 2022
Öl auf Leinwand
200 x 160 cm

Exhibitions / Fairs

Baby it`s cold outside.
28.05.2020 – 10.07.2020

ART-Karlsruhe 2020
13.02.2020 – 16.02.2020

ART-Karlsruhe 2019
21.02.2019 – 24.02.2019

Martin Praska | Comeback der Sünde
27.06.2018 – 27.08.2018

Vita

Life

1963 in Wiesloch bei Heidelberg geboren
1985 – 1990 Akademie der bildenden Künste Wien, Diplom mit Auszeichnung

1986 Silberner Fügerpreis
1987 Arbeitsstipendium der Invest Kredit AG
1993 Malersyposium Werfen, Salzburg
1994 Auslandsstipendium Krumau, Tschechien
1995 Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ
1998 Auslandsstipendium London
1999 Gründung der Künstlergruppe Die halbe Wahrheit (Götz Bury, Martin Praska, Sebastian Weissenbacher)
2002 – 2004 Vorsitzender der IG BILDENDE KUNST Österreich

Werke in öffentlichen Sammlungen: Albertina, Lentos Linz, Museum Angerlehner Wels, Sammlung Strabag (vormals Museum Essl), Museum der Moderne Salzburg

Ausstellungsbeteiligungen: Essl Museum, Museum der Moderne Salzburg (aktuell: Die Spitze des Eisbergs noch bis April 2020), Palazzo Mora Venedig (Biennale di Venezia 2019, European Cultural Center ECC), Personale Museum Angerlehner Wels Juni bis Oktober 2020.

Martin Praska lebt und arbeitet in Wien.

Selected Exhibitions

2022
Triggerwarnung, Galerie Gans, Wien

2020
Museum Angerlehner, Wels
Baby it’s cold outside, Galerie Gans, Wien

2019
Galerie Welz, Salzburg

2018
Galerie Ruth Sachse, Hamburg
Galerie Gans, Wien

2017
Galerie Gans, Wien

2016
Galerie Gans, Wien
Galerie Ruth Sachse, Hamburg

2015
Galerie Welz, Linz

2014
Galerie Gans, Wien